Brauttasche...

... was muss rein?Butterfly Treasures_photo by Markus Schneeberger

Zeit wird es, wieder einmal einen Beitrag zu schreiben - ich bin momentan recht eingedeckt mit Arbeit, schließlich ist Hochzeitssaison! Und nachdem ich momentan sehr viel Bräuten zu tun habe, kam mir die Idee für diesen Artikel.

Euer großer Tag naht und neben der Organisation der Feier solltet ihr neben den vielen Kleinigkeiten, die ihr über Monate hinweg organisiert, vielleicht auch einmal einen Gedanken an eure Hochzeits-Tasche verschwenden - tolle, individualisierte Brauttaschen und Brautclutches bekommt ihr übrigens bei Yerida von Butterfly Treasures. Während die Bräutigame, Bräutigamer, Bräutigams? (wie ist denn eigentlich die Mehrzahl? Klingt irgendwie alles eigenartig.. ) in unseren Breitengraden meist auf Make-Up verzichten, keine Hochsteckfrisur tragen und  eher selten Gefahr laufen sich die Nägel abzubrechen – und wenn, ists egal - , sieht es bei Bräuten da schon etwas anders aus. Daher hier mal ein paar kleine Tipps, an die ihr vielleicht bisher nicht gedacht habt…:

- Blotting Papers: Erinnert ihr euch an die gräulichen kratzigen Papiere, die in der Volksschulzeit unseren Heften beigelegen sind, das gute alte Löschpapier? Ehrlicherweise habe ich es nie benutzt und immer für total unnötig befunden (dementsprechend sahen auch meine Hefte aus) – das wurde dann immer recht rasch in einen - meist flugunfähigen - Papierflieger umgewandelt. Blotting Paper ist quasi das Löschpapier für euer Gesicht - optisch erinnert es an Butterbrotpapier :) Ihr könnt damit im Handumdrehen überschüssiges Fett, das sich im Laufe des Tages bildet aufsaugen und wirkt wieder matter.

- Puder: Wenn ihr Wert auf einen matten Teint legt, denkt statt bzw zusätzlich zu den Blotting Papers an ein gepresstes Puboho bride - by Marie Bleyer (51 von 58)der inkl. Quaste. Achtet dabei darauf, dass es zu eurem Hautton passt und keinen Lichtschutzfaktor enthält, denn sonst kann es passieren, dass euer Gesicht auf den Bildern, die mit Blitz aufgenommen wurden, durch die Reflektion sehr hell aussieht und ihr der Adams Family Braut gleicht. Das gilt übrigens auch für die Foundation, doch wenn ihr mit einem ein professionellen Brautmake-Up verwöhnen lasst, sollte euer Profi über all diese Dinge Bescheid wissen.

- Blasenpflaster:  Den ganzen Tag stehen und laufen kann ziemlich anstrengend für die Füße sein. Damit ihr auch beim Hochzeitstanz nicht humpeln müsst, lieber ein paar Blasenpflaster parat haben.

- Kopfwehtabletten: Natürlich solltet ihr die eigentlich erst am Tag nach der Hochzeit brauchen, nichtsdestotrotz: lieber auch hier für den Fall der Fälle gewappnet sein – meist isst man als Braut recht wenig, vergisst zu trinken und die ganze Anspannung sammelt sich dann in unserem Köpfchen.

- ggf. Ersatzkontaktlinsen und Flüssigkeit/Tropfen: Nichts ist schlimmer als tränende Augen, die nichts mit Freudentränen zu tun haben, sondern von der verrutschten oder schmerzenden Kontaktlinse herrühren oder gar eine verlorene Kontaktlinse, die dafür sorgt dass man sich wie ein einäugig sehender Bandit fühlt. Wer an seinem Hochzeitstag im Notfall nicht auf seine Brille zurückgreifen möchte, der sollte seine Wechselutensilien in greifbarer Nähe unterbringen.

- Lippenstift oder Gloss: So viel gedrückt und abgeknutscht von einer solchen Masse an Menschen wurdest du das letzte Mal vermutlich als du noch in die Windeln gemacht hast. Um auch für die Fotos noch frisch auszusehen, vergiss nicht auf einen Lippenstift oder Lipgloss in einer unkomplizierten, schnell aufzutragenden Farbe. Empfehlenswerte Farben sind beispielsweise Patisserie von MAC oder Coral Dating von Loreal.Haare & Makeup feengleich - photo by Claire Morgan

- Haarspray, Haarnadeln: Auch aufwendige Hochsteckfrisuren können am Tag der Hochzeit mitunter leiden und nach einigen Stunden nicht mehr ganz so fabulös aussehen. Daher lieber ein Haarspray im Miniformat und ein paar Haarnadeln in der Hochzeitshandtasche verstauen.

- Deo: Um der Aufregung Willen und der Nase eurer Gäste wegen, ein kleines Deo passt in jede Handtasche und selbst wenn ihr es nicht benutzen solltet, so fühlt ihr euch vermutlich dennoch sicherer, für den Fall der Fälle ein Deodorant dabei zu haben.

- kleines Nähset: Auch beim schönsten Kleid kann mal was reißen, eine Naht aufgehen oder aufplatzen. Kleine Nähsets gibt es in Nähgeschäften oder oft auch Billigläden fertig zu kaufen und sie nehmen nicht viel Platz weg. Wem das zu umständlich ist, der kann auch auf die abgespeckte Variante zurückgreifen und ein bis zwei Sicherheitsnadeln mitnehmen.

Aber nicht nur die Braut sollte für den Notfall und kleine Make-Up Auffrischungen gewappnet sein. Ebenso der Rest des Festes. Beim Störbern und Recherchieren, habe ich Magazin der Kartenmacherei zum Beispiel eine schöne Übersicht, die alle wichtigen Punkte rund um die Hochzeitstasche abdeckt, gefunden. Und ausnahmsweise wird dabei mal nicht nur an die Braut gedacht, sondern auch hilfreiche Tipps für Bräutigam, Hochzeitsgäste, Trauzeugen und Schwiegermütter werden zum Besten gegeben.

Wenn ihr euch beim Lesen nach und nach gefragt habt ob ich denke, ihr wärt Mary Poppins mit dem unendlichen Stauraum ihrer Tasche, dann kann ich euch beruhigen – ich selbst habe auf eine eigene Brauttasche vollkommen verzichtet – die Aufgabe den Brautstrauß nicht ständig zu verlegen ist ja wohl anspruchsvoll genug -  packt eine Tasche mit den wichtigsten Utensilien und lasst eure Trauzeugin die Hüterin sein – schließlich ist sie ja an diesem wundervollen Tag mitunter dafür da, (im Notfall) sofort zur Stelle zu sein.

Also los geht’s - Jetzt müsst ihr euch nur noch trauen ;)

Carina

Fotos von: Markus Schneeberger, Marie Bleyer, Claire Morgan