Hautpflege selbst gemacht…

… ein erster Versuch

Mein letzter Blogpost liegt schon wieder eine halbe Ewigkeit zurück. Es hat sich einiges getan bei mir und zwar tummeln sich soooo viele Ideen für Blogbeiträge in meinem Köpfchen, die Zeit für die Realisierung fehlt aber irgendwie.

Vielleicht haben manche von euch gesehen, dass ich auf instagram im Jänner ein Bild von dem Buch „Natürlich schön“ gepostet habe – ich habe mir für das Jahr 2016 ganz fest vorgenommen, dass ich mich ein bisschen an das selbst herstellen meiner Pflegeprodukte wagen möchte. Die letzten Monate bin ich wieder sehr stark zu Lush Produkten zurück gekommen für meine Pflegeroutine und irgendwie hat das auch ein wenig die Lust entfacht, einmal selbst herzustellen. Mittlerweile habe ich mir dann auch noch ein zweites Buch „The Glow“ gekauft – ich finde die beiden Bücher sind beide wunderschön gestaltet und ergänzen sich perfekt. Ich könnte nicht sagen, welches ich eher empfehlen würde - wenn man für den Anfang aber nur in ein Buch investieren möchte, würde ich jetzt vielleicht doch eher zu "The Glow" greifen, weil das Preis-Leistungsverhältnis ein wenig besser ist.  Es gibt übrigens auch den gleichnamigen, spannenden Blog und Onlineshop von The Glow.

Ich möchte euch heute einen kurzen Erfahrungsbericht meiner bisherigen „Ich mach mir mein eigenes Kosmetiklabor“-Erfahrungen liefern. Folgende Produkte habe ich bisher hergestellt:

  • Bodybutter
  • Eye Balm
  • Gesichtsmaske

Worauf muss man achten bei der Herstellung von Naturkosmetik?

www.thalia.at

  • Hygiene ist ein ganz, ganz wichtiger Faktor bei der Herstellung von Kosmetik. Im Unterschied zu Pflegeprodukten, die chemisch konserviert werden, bestehen selbstgemachte Produkte nur aus natürlichen Rohstoffen, die einfach nicht ganz so toll halten – jeder Keim, der eindringt kann also Schaden anrichten und das Produkt unbrauchbar machen bzw die Haltbarkeit wesentlich verkürzen.
  • Daher müssen auf jeden Fall alle Arbeitsutensilien mit Alkohol desinifiziert werden und auch die Behälter, Tiegel, Pumpspender usw. sollten beispielweise mit kochendem Wasser übergossen werden und anschließend noch desinfiziert werden.
  • Es sollte bei der Wahl der Behälter außerdem darauf geachtet werden, dass man nicht zu große Gefäße fürs Abfüllen benutzt – besser das Gefäß ist voll mit dem Produkt, als es hat zu viel Platz und Luft um Keime zu entwickeln.
  • Vorsicht vor Wasser – es kann die Haltbarkeit der Endprodukte wesentlich verkürzen
  • Öle sollten nicht zu stark erhitzt werden, da sie sonst ihre Wirkung verlieren oder sogar krebserregende Stoffe entwickeln können

Woher bekommt man denn all die Utensilien?

Von den Materialien her hat man eigentlich so ziemlich alles in einer normalen Küche – außer man besitzt eine Küche nur aus Dekozwecken und lebt vom Lieferservice und Fertigpizza :) Ideal wäre, wenn man eine Waage besitzt, die auch kleine Mengen sehr genau misst – das ist bei meiner leider nicht so ganz der Fall, was die Endprodukte enorm verändern kann, da einige Substanzen nur in ganz kleinen Mengen benötigt werden. Ich hab da ein bisschen „russisch“ gearbeitet und nach Gefühl gewogen, werde aber in eine genauere Waage investieren denke ich - ich liebäugle mit dieser Waage.

Also die Ausstattung für die Herstellung an sich hat man, wie gesagt, großteils in der Küche. Die Rohstoffe habe ich bei Kosmetikmacherei gekauft – man bekommt dort wirklich sehr viel – von den Rohstoffen, über Arbeitsmittel, bis zu Behältnissen in unterschiedlichsten Ausführungen – am besten mal direkt hin gehen und sich umsehen (Onlinebestellung ist auch möglich). Als Behältnisse kann man natürlich auch problemlos leere, alte Döschen oder Einweggläser benutzen.

Wie ist der Erstversuch ausgegangen?

www.thalia.at

Ich muss sagen, dass ich mir das Ganze sehr viel aufwändiger vorgestellt hatte. Die Zutaten habe ich alle ganz einfach in einem Shop bekommen, die Utensilien wie Rührschüsseln, Töpfe usw hatte ich ja daheim – einzig die Angst, dass ich nicht sauber genug arbeiten würde und dann ein Pilz oder so aus meiner Cremedose wächst, hat mich anfangs etwas panisch gemacht. Ich finde es total spannend seine eigenen Kosmetikprodukte herzustellen und genau zu wissen was in dem Döschen alles drin ist.

Am Besten finde ich die Bodybutter – sie besteht aus Kokosöl, Shea Butter und Bienenwachs und ist daher superreichhaltig und angenehm zum Auftragen.

Der Eye Balm besteht aus Jojobaöl, Kakobutter, Sheabutter, Vitamin E und Bienenwachs. Leider habe ich mich mit einer Zutat (keine Ahnung welche), wegen meiner ungenauen Waage, irgendwie vertan, glaube ich – sie ist nämlich unglaublich fettig geworden. Ich benutze sie deshalb nur abends, untertags hätte ich Angst, dass meine Mascara und Concealer nicht gut halten wegen der sehr fettigen Unterlage. Ich lagere sie im Kühlschrank, da ich ein zu großes Töpfchen benutzt habe zum Abfüllen und deshalb ein bisschen Sorge habe, dass sie nicht ganz so gut hält. Ich finde die Kühlung aber sehr angenehm –der Nachteil ist, dass ich eine Maisonette Wohnung habe und der Kühlschrank eine Etage tiefer als mein Bett ist, oft bin ich zu faul abends noch runter zu gehen und benutze dann lieber meine Tagesaugencreme (nein, ich bin gar nicht träge oder so :D).

Die Gesichtsmaske fand ich leider nicht so toll – sie bestand aus weißer Tonerde, Joghurt, Kokosöl, Honig und Ananas und ist für meinen Geschmack zu flüssig geworden. Außerdem fand meine Haut die nicht ganz so ideal und hat recht schnell zu jucken begonnen – vermutlich wegen der Fruchtsäure der Ananas. Am nächsten Tag hatte ich außerdem einige Unreinheiten dazu gewonnen - vielleicht wurden Unterlagerungen einfach an die Oberfläche gezogen - ist ja prinzipiell nicht so schlecht :)

Gerade eben habe ich mir einen Toner und ein Cleansing Oil gemacht - das war supereasy, mal sehen was meine Haut dazu sagt :) Meine Nase mag den Geruch des Orangenblütenwasser schon mal nicht, leider.  Ich hoffe meine Haut spielt nicht verrückt wegen der ganzen Neuversuche - keep you updatet :)

Und ist das denn günstiger als Produkte zu kaufen?

Puh, also ich muss sagen, dass ich mir nicht ausgerechnet habe, was ein Produkt mir nun gekostet hat (ja ich bin eine ganz tolle Businesslady :D). Ich kann aber sagen, dass ich bzgl der Preise der Rohstoffe eigentlich großteils recht positiv überrascht war - gerade Sheabutter, Kakaobutter usw finde ich ganz preiswert, ebenso einige Öle. Der Toner kam mir für die Menge jetzt recht teuer - er besteht aus Orangenwasser, Aloe Vera und pflanzlichem Glycerin - das Orangenwasser war recht teuer, da bin ich mit meinem bisherigen La Roche Posay Toner bestimmt günstiger weg gekommen, aber naja... einen Versuch ist es wert und man weiß halt einfach was drin ist und hats selbst gemacht :):

Und, hat hier noch jemand bereits Erfahrung mit der Eigenerzeugung von Kosmetika gemacht?

Alles Liebe

Carina